Kirchbauverein

Schönebeck-

Salzelmen e.V.

St. Johannis

Kirchbauverein Schönebeck-Salzelmen e.V. St. Johannis
© Kirchbauverein Schönebeck-Salzelmen e.V. 2016

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Spendenaufruf Restaurierung des Gestühls der Familie von Geyer Bitte helfen Sie mit, ein weiteres Kleinod der barocken Ausstattung der Kirche zu erhalten. weiterlesen

Geschichte der Kirche St. Johannis

Am 29. August 1430 erfolgte die  Grundsteinlegung auf der  Westseite, um sich mit den Türmen eine letzte  Zufluchtsstätte im Kriegs- und Katastrophenfall zu schaffen Fast 120 Jahre dauerten mit Unterbrechungen die Arbeiten, bis um  1550 die Turmspitzen auf dem gotischen Unterbau gesetzt wurden.
Die Vorhalle mit dem Eingang  besitzt einen sehr schönen Staffelgiebel in Backsteingotik.  Heiligenfiguren und Ornamente bestimmen sein Aussehen. Besonders  wertvoll ist über dem Eingangsportal das Kreuzigungsrelief mit einem  tiefen Symbolgehalt. Die reiche Innenausstattung der  spätgotischen Hallenkirche im kunstvollen Stil der Renaissance und des  Barock aus dem 17. Jahrhundert gibt dem Kirchenraum nach umfänglichen Restaurierungen heute wieder einen feierlichen Glanz.
Großartig ist der Chorraum  gestaltet. Im Blickpunkt der prächtige Hochaltar aus dem Jahre 1664 mit lebensgroßen Darstellungen des gehörnten Moses und Johannes des  Täufers, dem Namenspatron unserer Kirche und Gemeinde. Über dem  Auferstehungsbildnis des klassischen Stadtwappens von Groß Salze und des Erzbischofs von Magdeburg. Evangelistenfiguren und Siegesengel zeugen  vom Sieg des Glaubens über die widergöttlichen Mächte der Welt. Er wurde gestaltet von den Bildhauern Giegaß aus Magdeburg, Schorigus aus  Braunschweig und dem Wittenberger Kunstmaler Schröder.
Eine Rarität für eine evangelische Kirche sind die beiden Beichtstühle  beiderseits vom Altar.
1680 erfolgte der Einbau des  Gestühls des adligen Magistrats- auch  Ratsherrenstuhl genannt - und der adligen Pfännerschaft. Die Sprüche  weisen auf Amt und Würden hin.
Ein sehenswertes Schnitzwerk stellt auch die Chorschranke dar (1682 von Tobias Wilhelmi aus Magdeburg).
Die zahlreichen Epitaphien (Totengedenktafel), Totenschilder, Wappen und noch erhaltenen Familienstühle, erinnern an die einst  einflussreichen Familien der Stadt. Besondere Verdienste um die  Ausgestaltung der Kirche erwarb sich die Familie Esebeck. Zu den größten Kostbarkeiten der Kirche gehört auch die reich  gestaltete Barockkanzel aus dem Jahr 1678 gearbeitet von dem Hallenser  Bildhauer Maximilian Dreißigmargk. Sie ruht auf einem vergoldeten  Palmenbaum, der wohl den Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen im  Paradies darstellen soll. Am Aufgang und Kanzelkorb befinden sich  reliefhaltige Darstellungen aus dem Leben Jesu, dazwischen  Apostelfiguren als Märtyrer. der Kirche. Der Schalldeckel ist  eindrucksvoll gestaltet. Posaunenengel und Taube als Symbol des Heiligen Geistes laden ein zu einem Leben in himmlischer Freude.
Eines der ältesten und wertvollsten Ausstattungsstücke der Kirche: Ein  Kurzifix etwa aus dem Jahr 1550. Es stand wahrscheinlich anfangs auf dem Altar im Chorraum.   Mit der Einstellung der Salzgewinnung Ende des 18. Jahrhundert und  dem damit verbundenen Niedergang  von Groß Salze, begann auch der  allmähliche Verfall der Kirche. Die letzte größere Renovierung erfolgte 1891. 1981 begann mit kirchlichen und staatlichen Mitteln ein  umfangreiches Wiederherstellungsprogramm. Heute bemüht sich vor allem  der Kirchbauverein Schönebeck- Salzelmen um die Erhaltung dieser einmaligen  Solepfännerkirche.